Stadtgeschichte von Heilbronn

Trappensee Villa 741 wird Heilbronn als villa Helibrunna erstmals urkundlich erwähnt. Um das Jahr 1050 wird eine große Ansiedlung von Juden urkundlich erwähnt. 1146 werden Heilbronn die Markt- und Münzrechte zugesprochen. 1225 wird Heilbronn als oppidum Heilecbrunnen benannt.
1281 verleiht König Rudolf I Heilbronn ein neues Stadtrecht und ein königlicher Vogt wird als Herrscher eingesetzt. Um 1300 wird erstmals ein Rathaus mit Markplatz im Zentrum Heilbronns erbaut.

Im Verlauf des 14.Jahrhunderts wird die Stadt interessant für Handwerker und Kaufleute.
1371 erhält die Stadt eine neue Verfassung durch den Kaiser Karl IV. Die Stadt ist somit Freie Reichsstadt. Die politische Stabilität des 15.Jahrhunderts führt zu einer weiteren Hochzeit der Stadt. 1519 wird Götz von Berlichingen für drei Jahre in Heilbronn in "ritterliche Haft" genommen. Dadurch ist sein Ruf stark geschädigt. Am 16.April 1525 ermorden die Bauern viele Adlige in Weinsberg und plündern letztendlich auch das Kloster. 1530 nehmen Rat und Bürgerschaft zur Augsburger die Konfession an. Während des Dreißigjährigen Krieges leiden die Stadt und ihre Dörfer stark unter den Konsequenzen dieses grausamen und verheerenden Krieges. Vier Jahre nach dem Westfälischen Frieden von 1648 ziehen die letzten Besatzungstrupppen ab und das Volk macht ein Fest des Friedens. Am 9.September 1802 endet die Reichsfreiheit der Stadt Heilbronn mit dem Einmarsch der Truppen des Herzogs von Württemberg.Dieser nimmt die Stadt in seine Hände und die Freiheit ist vorüber.

Ab 1820 setzt die Industrialisierung ein, die ab 1848 mit der Eröffnung der Eisenbahnlinie nach Stuttgart rasch an Aufschwung gewinnt. Ende des 19.Jahrhunderts ist Heilbronn ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt und nach Stuttgart die zweitgrößte Industriestadt des Königreichs Württemberg. 1892 wird Heilbronn an das Stromnetz angeschlossen. Noch bei der Reichstagswahl am 5.März 1933 erhält die SPD in Heilbronn mehr Stimmen als die NSDAP. Dies hat Folgen. Am 28.Juli 1935 wird der Kanalhafen am Neckar eröffnet. Am 10.November 1938 wird die Heilbronner Synagoge zerstört.Im Laufe des Jahres 1939 ist die jüdische Gemeinde in Heilbronn praktisch ausgelöscht. Am 10.September 1944 erfolgt ein Bombenangriff eines US-Kampfgeschwaders mit rund 100 Flugzeugen und schiesst auf den Böckinger Bahnhof. Zur Katastrophe wird der Bombenangriff am 4.Dezember 1944. Dabei wird die Innenstadt durch 282 Lancaster-Bomber des britischen 5.Bomberkommandos der Royal Air Force völlig zerstört und die umliegenden Stadtteile erheblich beschädigt. Nach Kiregsende wird Emil Beutlinger , der bis 1933 Bürgermeister war, wieder in sein Amt eingeführt und beginnt sofort mit dem Wiederaufbau der Stadt.
Die Einweihung der Autobahn von Heilbronn nach Mannheim im Jahr 1968 setzt wichtige wirtschaftliche Akzente für Heilbronn.

Durch die Eingemeindung von Klingenberg am 1.Januar 1970 hat Heilbronn die 100.000 Einwohner erreicht und wird somit zur Großstadt. In den 1970er Jahren erfolgt die Umgestaltung der Innenstadt zur Fußgängerzone. 1982 schließt die Einweihung des Stadttheaters eine der größten durch den Zweiten Weltkrieg entstandenen städtebaulichen Lücken der Innenstadt. Bekanntheit erlangt Heilbronn durch das Raketenunglück auf der Waldheide am 11.Januar 1985. Ab 1998 erfolgt der Anschluss der Stadt an das Nahverkehrsnetz der Stadtbahn nach Karlsruhe. Heilbronn wird beim europäischen Wettbewerb "Entente Florale 2000" für Städte und Dörfer am 9.September 2000 mit einer Goldmedaille ausgezeichnet. In den Jahren 2005 und 2006 wird Heilbronn erste UNICEF-Kinderstadt Deutschlands.